Gesunde Hunde

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Warum ich am Sonntagmorgen die Hand meiner achtjährigen Tochter halten musste — während eine Tierärztin eine Zecke aus ihrem Hals zog. Und warum ich seitdem nicht mehr ruhig schlafen konnte.


Kathrin und Bo auf dem Sofa

Ich und Bo. Sieben Jahre. Mein Hund. Mein Schatten. Mein Problem.


Es war Sonntag.

Kurz nach 11 Uhr morgens.

Ich saß am Küchenfenster.

Eine Tasse Kaffee in der Hand.

Die Sonne stand schon hoch.

Im Garten: meine zwei Kinder.

Jonas, 11.

Mira, 8.

Mit Bo dazwischen.

Unser Hund.

Sieben Jahre alt.

Ein Mischling aus dem Tierschutz, stoppelig, braun-schwarz, mit weißen Pfoten.

Bo ist seit Mira drei Jahre alt war bei uns.

Er ist eigentlich Miras Hund.

Auch wenn sie das nicht versteht.

Er schläft vor ihrer Tür.

Er begleitet sie zum Schulbus.

Er liegt unter ihrem Schreibtisch, wenn sie Hausaufgaben macht.

Mira hat Jonas gerade gezeigt, wie man mit einem Stöckchen einen Tennisball anschießt.

Bo ist hin und her gerannt.

Schwanz wedelnd.

Hechelnd.

Glücklich.

Es war einer dieser perfekten Mai-Sonntage.

23 Grad.

Blauer Himmel.

Drosseln im Garten.

Und dann …

… hat Mira die Terrassentür aufgemacht.

Ist reingekommen.

Wollte sich Wasser aus dem Kühlschrank holen.

Und hat sich am Hals gekratzt.

Einmal.

Zweimal.

Beim dritten Mal hat sie gesagt:

„Mama. Da ist was an meinem Hals.“

Ich habe meinen Kaffee abgestellt.

Bin zu ihr rüber.

Habe ihr Haar zur Seite geschoben.

Und da war er.

Klein.

Schwarz.

Sechs Beine in ihre Haut gegraben.

Eine Zecke.

An meiner achtjährigen Tochter.

Ich erinnere mich noch, wie die Welt in dem Moment leiser geworden ist.

Ich konnte den Wasserkocher nicht mehr hören.

Ich konnte Jonas im Garten nicht mehr hören.

Nichts.

Nur diesen einen Gedanken:

Borreliose.

FSME.

Mein Kollege Stefan — sein Sohn hatte vor zwei Jahren FSME.

Drei Monate Klinik.

Lange Reha.

Bis heute Probleme mit dem Gleichgewicht.

Das war alles, was ich gedacht habe, in den drei Sekunden, in denen ich die Zecke an Miras Hals angeschaut habe.

Mein Mann war beim Joggen.

Die Kinderärztin am Sonntag — geschlossen.

Der Notdienst — niemand am Telefon.

Da fiel mir ein, dass unsere Tierärztin nur fünf Häuser weiter wohnt.

Auf der gleichen Straße.

Und dass sie eine Notfall-Nummer ans Praxisschild geschrieben hat.

Ich habe sie angerufen.

Ich war außer Atem.

Ich habe gestottert.

Sie hat gesagt:

„Kommt rüber. Mit dem Hund auch. Ich schaue mir beide an.“

Drei Minuten später standen wir vor ihrer Praxistür.

Mira an einer Hand.

Bo an der Leine in der anderen.

Was in den nächsten zwanzig Minuten passiert ist, hat alles verändert, was ich über Zeckenmittel zu wissen glaubte.

Und es war auch der Moment, in dem ich zum ersten Mal in drei Jahren wirklich gelesen habe …

… was ich meinem Hund seit drei Jahren gegeben habe.

Frau Dr. Kemper. Eine Zeckenklemme. Und der Satz, den ich seitdem nicht vergessen kann.


Frau Dr. Kemper hat Mira auf einen ihrer kleinen, fellbedeckten Untersuchungshocker gesetzt.

Hat ihr ein Hundeleckerli gegeben.

Mira hat gelacht — kurz.

Dann hat Frau Dr. Kemper ihr Haar zur Seite gezogen.

Die Stirnlampe angeknipst.

Eine winzige Zeckenklemme aus der Schublade geholt.

Vierundzwanzig Sekunden später war die Zecke draußen.

In einem kleinen durchsichtigen Beutel.

„Sie hat nicht lange gesaugt“, hat sie gesagt.

„Vielleicht eine halbe Stunde. Wir beobachten die Stelle für vier Wochen. Wenn ein roter Ring kommt, dann zum Arzt. Borreliose-Test.“

Ich habe genickt.

Ich konnte nicht reden.

Mira hat Bo gestreichelt, der auf dem Boden lag und uns angeschaut hat.

Dann hat Frau Dr. Kemper sich Bo zugewendet.

Hat ihn auf den Tisch gehoben.

Hat sein Fell durchgekämmt.

Drei Minuten später hatte sie zwei weitere Zecken auf seinem Tisch liegen.

In zwei kleinen Beuteln.

Eine am Hals.

Eine am Bauch.

Ich habe sie angeschaut.

Habe versucht, zu verstehen.

„Aber …“, habe ich gestottert.

„Ich gebe ihm doch jeden Monat diese Tablette. Sie kennen die. Die kleine, braune. Die, die Sie mir vor drei Jahren empfohlen haben.“

Frau Dr. Kemper hat genickt.

Langsam.

Hat sich auf ihren Hocker gesetzt.

Mir gegenüber.

Und hat gesagt:

„Frau Wolff. Setzen Sie sich mal hin. Ich muss Ihnen etwas erklären, was ich Ihnen vor drei Jahren hätte erklären sollen. Aber ich hatte keine Zeit. Und Sie haben nicht gefragt.“

Ich habe mich gesetzt.

Sie hat aus ihrem Schrank den Beipackzettel der Tablette gezogen.

Den, den ich seit drei Jahren in meiner Küchenschublade hatte.

Und nie gelesen hatte.

Sie hat ihn aufgeklappt.

Hat auf zwei Sätze gezeigt.

Mit dem Stift.

„Lesen Sie mal.“

Ich habe gelesen.

„Das Tierarzneimittel beginnt seine Wirkung, sobald die Parasiten den behandelten Hund stechen oder beißen und das Mittel über das Blut aufnehmen.“

Ich habe nochmal gelesen.

„Stechen oder beißen.“

„Über das Blut aufnehmen.“

Ich habe Frau Dr. Kemper angeschaut.

„Das heißt … die Zecke muss erst beißen?“

Sie hat genickt.

„Genau. Diese Tabletten — die ganze Kategorie — wirken systemisch. Der Hund nimmt das Mittel auf, es ist in seinem Blut. Die Zecke landet auf dem Hund. Beißt zu. Saugt. Stirbt nach ein paar Stunden. Aber bis sie stirbt, sitzt sie auf dem Hund. Und wenn sie auf dem Hund sitzt, kann sie auch auf ein Kind klettern, das sich auf den Hund legt.“

Ich habe die zwei Zecken auf dem Tisch angeschaut.

Die, die sie aus Bos Fell gezogen hatte.

Sie waren beide klein.

Frisch.

Hatten noch nicht gesaugt.

„Diese hier hatten noch gar nicht angefangen zu beißen“, hat Frau Dr. Kemper gesagt.

„Die wären in ein, zwei Stunden gestorben. Aber bis dahin — wären sie noch da. Auf Ihrem Hund. In Ihrem Wohnzimmer. Auf Ihrem Sofa. Vielleicht auch auf Mira.“

Ich habe geschluckt.

„Und genau das ist heute passiert, oder?“, habe ich leise gefragt.

Sie hat genickt.

„Sehr wahrscheinlich. Mira hat sich auf Bo gelegt heute morgen, oder?“

Ja.

Im Garten.

Bei dem Spiel mit dem Stöckchen.

Sie ist hingefallen und über Bo gelandet.

Lachend.

Ihr Haar in seinem Fell.

Ich war im Auto auf dem Heimweg.

Mira auf dem Beifahrersitz.

Bo hinten.

Ich habe das Lenkrad zu fest gehalten.

Drei Jahre lang.

Jeden Monat.

Eine Tablette.

Und dachte, ich wäre eine gute Hundemama.

Und in Wirklichkeit …

… hatte ich nie eine einzige Zecke vom Hund ferngehalten.

Ich hatte sie nur getötet.

Nachdem sie schon auf ihm waren.

Nachdem sie schon — vielleicht — auf meine Tochter geklettert waren.

An dem Abend, als die Kinder schliefen, habe ich mit meinem Mann am Küchentisch gesessen.

Ich habe nicht geweint.

Aber ich konnte auch nicht reden.

Er hat den Beipackzettel angeschaut.

Den ich aus der Schublade geholt hatte.

Hat gefragt:

„Wusstest du das nicht?“

Ich habe ihn angeschaut.

„Wusstest du es?“

Er hat geschwiegen.

Wir saßen beide da.

Mit dem Beipackzettel zwischen uns.

Drei Jahre Wahrheit, die da auf zwei Sätzen stand.

Die wir nie gelesen hatten.

Die 5 Dinge, die ich danach versucht habe — und warum kein einziges davon das Problem gelöst hat


Ich möchte ehrlich sein.

In den zwei Wochen nach dem Sonntag habe ich nicht stillgesessen.

Im Gegenteil.

Ich habe gelesen.

Ich habe gefragt.

Ich habe bestellt.

Und jedes Mal habe ich gedacht: Diesmal habe ich's.

Hier sind die fünf Versuche.

Damit du nicht denselben Weg gehst wie ich.

Denselben sehr teuren, sehr frustrierenden, sehr ergebnislosen Weg.


1. Das chemische Spot-on aus der Apotheke

Logischer Schritt nach der Tablette, dachte ich.

Wenn das Mittel von innen nicht reicht — dann vielleicht von außen.

19,80 € für drei Anwendungen.

Beim Apotheker geholt.

Mit dem grünen Pipetten-Behälter.

Zwei Wochen später: Waldspaziergang.

Eine Stunde im hohen Gras.

Zu Hause: drei Zecken.

Nicht gestorben.

Aktiv saugend.

Und da stand wieder dieselbe Logik im Beipackzettel:

Der Wirkstoff verteilt sich über die Talgschicht des Hundes. Die Zecke beißt — nimmt den Wirkstoff auf — stirbt.

Wieder dieses „beißt erst“.

Der einzige Unterschied zur Tablette: das Mittel wirkt von außen statt von innen.

Aber das Ergebnis — für Mira — ist dasselbe.

Die Zecke ist erst auf dem Hund.

Bevor sie stirbt.

Geld weg. Bo verärgert wegen der nassen Stelle am Nacken. Mira immer noch nicht sicher.


2. Das Zeckenhalsband — und der Brief von der Schule

Beim Zoofachhandel habe ich das große, graue Halsband geholt.

Acht Monate Wirkung, stand drauf.

29,90 €.

Drei Tage später hat Jonas — mein elfjähriger — sich beim Abendessen am Hals gekratzt.

Ich habe nachgeschaut.

Roter Fleck.

Ausschlag.

Er hatte mit Bo gespielt.

Hatte sein Gesicht in Bos Hals vergraben — wie immer.

Und etwas davon …

… ist in seine Haut gezogen.

Ich habe das Halsband sofort abgemacht.

In einen Ziplock-Beutel gepackt.

In den Sondermüll.

Zwei Wochen später — Elternbrief von der Schule. Ein Hinweisblatt zu Zeckenrisiko. Und ein Satz, der mir den Magen umgedreht hat:

„Bei Pflanzenpflege, Hundekontakt oder Hautkontakt mit chemischen Zeckenpräparaten kann es zu Reizungen kommen. Bitte achten Sie auf Anwendungsempfehlungen.“

Hautkontakt mit chemischen Zeckenpräparaten.

Genau das war doch das, was ich gerade gemacht hatte.

Bei meinem eigenen Sohn.

In meinem eigenen Wohnzimmer.

Halsband: gekippt. Geld: weg. Vertrauen: noch schlechter.


3. Die Bernsteinkette — der teure Aberglaube

Ich war an einem Punkt, an dem ich offen für alles war.

Wirklich alles.

In einer Hundebesitzer-Facebook-Gruppe hat eine Frau eine Bernsteinkette für 42 € empfohlen.

Geladene Steine.

Energetisch.

Die Zecken sollen den Geruch von Bernstein nicht mögen.

Klingt esoterisch.

Aber: 42 € versus die Tabletten, die ich für 380 € im Jahr gegeben hatte — und die nichts gebracht hatten.

Was hatte ich zu verlieren?

Antwort: 42 €.

Die Kette kam. Wunderschön.

Bo hat sie eine Woche getragen.

Beim ersten Spaziergang nach Auftragung: vier Zecken.

Beim zweiten: drei.

Beim dritten habe ich aufgehört zu zählen.


4. Knoblauch im Futter — und der Anruf von der Tierärztin

Mein Schwager — der Jäger ist — hat mir gesagt:

„Mach Knoblauch ins Futter. So macht das jeder im Wald. Knoblauch-Hunde haben keine Zecken.“

Ich habe Knoblauch ins Futter getan.

Eine Zehe. Fein gehackt. Bo hat es gefressen, ohne zu merken.

Eine Woche lang. Jeden Tag.

Dann habe ich Bo zur Tierärztin gebracht. Wegen seiner jährlichen Impfung.

Bei Frau Dr. Kemper.

Sie hat mich angeschaut. Hat gerochen. Hat ihre Stirn gerunzelt.

„Frau Wolff. Riecht der Hund nach Knoblauch?“

Ich habe genickt. Stolz.

„Frau Wolff. Knoblauch ist für Hunde toxisch. In bestimmten Mengen kann er rote Blutkörperchen zerstören. Ich nehme heute Blut ab. Hoffentlich ist es nicht zu spät.“

Mir wurde schwarz vor Augen.

Bo hatte zu wenig bekommen, um wirklich krank zu werden. Frau Dr. Kemper hat das eine Woche später bestätigt.

Aber die Werte waren leicht erhöht.

Ich hätte meinen eigenen Hund vergiften können.

Aus Verzweiflung.

Weil ich nicht mehr wusste, was tun.


5. Die Kokosöl-Selbstmischung — die nach 20 Minuten weggewaschen war

DIY Zeckenschutz mit Kokosöl und Lavendel

Ich hatte gelesen, dass Kokosöl mit ein bisschen Lavendel auf das Fell aufgetragen Zecken fernhalten soll.

Habe alles im Bioladen gekauft.

15 € fürs Kokosöl, 8 € für Lavendel.

Habe Bo eingerieben.

Stolz wie eine 1950er-Jahre-Hausfrau.

Wir sind in den Wald gegangen.

Bo ist durch einen kleinen Bach gerannt.

Wie er es immer macht.

Zwei Stunden später: vier Zecken.

Das Kokosöl war weg.

Im Bach geblieben.

Ich habe an dem Abend Bo gestreichelt, der auf der Couch lag.

Und ich habe gedacht:

Ich hab keine Idee mehr. Ich gebe auf.

Aber dann — drei Tage später — bin ich Carolin begegnet.

Carolin, die Mutter aus Miras Klasse, deren Border Collie immer perfekt aussieht und nie eine Zecke hat.

Carolin, die mir bei einem Schulausflug gesagt hat:

„Kathrin … gib mir mal 5 Minuten. Ich erzähl dir was.“

Was ich nicht gesehen habe — bis ich es sehen wollte


In diesen zwei Wochen habe ich angefangen, Bo wirklich anzuschauen.

Nicht nur „guten Morgen, Bo“.

Nicht nur „komm, Spaziergang.“

Nicht nur „brav.“

Wirklich anschauen.

Bo — müde und träge

Und was ich gesehen habe, hat mir die Sprache verschlagen.

Bo, sieben Jahre alt, war in den letzten zwei Sommern …

… träger geworden.

Nicht dramatisch.

Nicht so, dass es einem Tierarzt aufgefallen wäre.

Aber so, dass ich es jetzt — rückblickend — sehen konnte.

Er hat morgens länger gebraucht, bis er hochgekommen ist.

Er hat seine Wassernapf-Ration weniger getrunken.

Sein Blick war manchmal …

… weiter weg.

Ich hatte das immer auf „Alter“ geschoben.

Sieben Jahre — die Phase, in der Hunde ruhiger werden.

Aber jetzt — nachdem ich den Beipackzettel gelesen hatte — fragte ich mich:

Was passiert eigentlich in einem Hund, der seit drei Jahren jeden Monat ein systemisches Mittel bekommt?

Was passiert in seiner Leber?

In seinen Nieren?

In seinem Blut?

Ich habe nicht gewollt, dass das die Antwort ist.

Ich habe wirklich nicht gewollt.

Aber ich konnte den Verdacht nicht mehr abschütteln.

Und wenn das wahr ist — dann ging es nicht nur darum, eine Zecke wegzuhalten.

Es ging darum, wie.

Es ging darum, womit.

Es ging darum, ob das, was meinen Hund vor Zecken schützen soll …

… ihn nicht gleichzeitig von innen aushöhlt.

Und genau in dieser Phase ist Carolin in mein Leben getreten.

Carolin. Joshi. Und die kleine Pipette aus ihrer Tasche.


Es war ein Donnerstagnachmittag.

15:20 Uhr.

Vor der Grundschule.

Ich stand am Schulzaun.

Wartete auf Mira.

Carolin kam mit Joshi an der Leine.

Joshi — ihr Border Collie.

Acht Jahre alt.

Schwarz-weiß, langhaarig, charakterstark.

Ich muss verzweifelt ausgesehen haben.

Carolin hat mich angeschaut.

Hat einen Moment gezögert.

Dann gefragt:

„Kathrin … alles okay?“

Ich habe es nicht mehr halten können.

Es kam einfach raus.

Von der Zecke an Miras Hals.

Vom Beipackzettel.

Von den 5 gescheiterten Versuchen.

Vom Knoblauch.

Carolin hat zugehört.

Joshi saß brav neben ihr.

Hat mich angeschaut, als würde er auch zuhören.

Dann hat Carolin gesagt:

„Komm. Lass uns einen Kaffee trinken. Ich erzähl dir was.“

Wir sind ins Café neben der Schule.

Haben die Kinder von der Hortbetreuung abholen lassen.

Hatten 30 Minuten.

Und dann hat sie aus ihrer Tasche eine kleine, dunkelbraune Pipette gezogen.

Etwa fünf Zentimeter lang.

Mit einer beigen Banderole.

FAVLY ZecOFF Pipette — das pflanzliche Spot-on

ZECOFF stand drauf.

Hat sie auf den Tisch gelegt.

Mir gegenüber.

„Was ist das?“, habe ich gefragt.

Carolin hat gelächelt.

„Das, was ich seit zwei Jahren auf Joshi tropfe. Alle zwei bis vier Wochen. In den Nacken. Drei Tropfen. Fertig.“

Ich habe die Pipette in die Hand genommen.

Habe sie umgedreht.

Habe das kleine Etikett gelesen.

„Pflanzenbasiert. Saltidin. Margosa. Eukalyptusöl. Geraniol.“

„Pflanzlich?“, habe ich gefragt.

„Aber das wirkt doch nicht. Ich habe es mit Kokosöl probiert. Mit Lavendel. Nichts.“

Carolin hat genickt. Geduldig.

„Pflanzlich heißt nicht 'Hausmittel'. Pflanzlich heißt: die Wirkstoffe stammen aus Pflanzen. Aber Saltidin — der Hauptwirkstoff — ist ein wissenschaftlich entwickelter Repellent. Den hat die WHO seit Jahren für Tropenreisen für Menschen empfohlen. Das ist nicht 'Bernsteinkette'. Das ist ein staatlich geprüftes Biozidprodukt. BAUA-registriert.“

BAUA?

„Bundesamt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin“, hat Carolin erklärt.

„Die müssen jedes Biozidprodukt prüfen, bevor es verkauft werden darf. Das Mittel hat eine Registrierungsnummer. Du kannst die im Internet eingeben — und wirst sehen, dass alle Wirkstoffe geprüft und freigegeben sind. Vom deutschen Staat.“

„Aber wenn das so gut ist — warum habe ich nie davon gehört?“

Carolin hat sich vorgebeugt.

„Weil es nicht im Fressnapf liegt. Weil es nicht in jeder Apotheke ist. Weil es ein kleines Familienunternehmen aus Aachen ist, das es online vertreibt. Und weil die großen Marken — die mit den TV-Spots und den Werbebudgets — keinen Anreiz haben, dir zu erklären, was systemisch bedeutet.“

Sie hat einen Schluck Kaffee getrunken.

„Und außerdem: Die meisten Hundebesitzer wollen es nicht wissen. Sie wollen die kleine Tablette und Ruhe. Du wolltest es nicht wissen, oder? Bis Mira diese Zecke am Hals hatte.“

Sie hat recht gehabt.

Carolin hat mir die Pipette rübergeschoben.

„Behalt sie. Ich hab noch zwei zu Hause. Probier es an Bo aus. Du wirst sehen — der Unterschied ist nicht 'irgendwann'. Der Unterschied ist beim ersten Spaziergang.“

Was ich in den nächsten Tagen über die vier Hauptwirkstoffe von ZecOFF herausgefunden habe …

… hat mir endgültig die Augen geöffnet.

Warum ein Tropfen Öl auf dem Fell mehr leistet als eine Tablette im Magen


Ich war skeptisch.

Natürlich war ich skeptisch.

Nach drei Jahren Tablette.

Nach fünf gescheiterten Versuchen.

Nach 380 € pro Jahr für etwas, das genau das Gegenteil davon tat, was ich gedacht hatte.

Ich war nicht bereit, einer weiteren „Lösung“ einfach so zu vertrauen.

Also habe ich mich hingesetzt.

An meinen Küchentisch.

Mit einem Bleistift.

Mit einem Notizbuch.

Und einem Glas Rotwein.

Und habe alles aufgeschrieben, was in der ZecOFF-Pipette drin ist.

Wirkstoff für Wirkstoff. Studie für Studie. Bis ein Uhr morgens.

Es gibt vier Hauptwirkstoffe.

Vier Bausteine, die nichts gemeinsam haben — und genau deshalb so gut funktionieren.

Vier Wirkstoffe von ZecOFF — eine Strategie

Vier Wirkstoffe. Eine Strategie. Die Zecke kommt erst gar nicht auf den Hund.


Wirkstoff 1: Saltidin — der WHO-Standard, der die Zecke gar nicht erst landen lässt

Das ist der Star der Formel.

Saltidin — auch unter dem Namen Icaridin bekannt — ist eines der zwei Wirkstoffe, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) seit Jahren als Insektenrepellent empfiehlt.

Das andere ist DEET.

DEET hat Nachteile — es kann Plastik angreifen, riecht streng, und seine Sicherheit für lange Anwendung ist umstritten.

Saltidin nicht.

Saltidin ist mild.

Hautfreundlich.

Und wurde in zahlreichen Studien als wirksam gegen Mücken UND Zecken bestätigt.

Was macht Saltidin?

Es ist kein Insektenkiller.

Es ist ein Insektenverwirrer.

Saltidin blockiert die Riech-Rezeptoren von Zecken und Mücken.

Die Tiere finden den Hund nicht mehr.

Sie spüren ihn nicht mehr.

Sie wenden sich ab.

Wie Saltidin wirkt: Zecke detektiert den Hund — Saltidin überdeckt den Geruch — Zecke wendet sich ab

So funktioniert Saltidin: Zecke spürt den Hund — Schutzfilm verwirrt sie — sie zieht weiter.

Stell dir vor, du gehst in ein Restaurant — aber alle Lichter sind aus, alle Menüs sind unsichtbar, du weißt nicht mal, wo der Eingang ist.

Du gehst weiter.

Du isst woanders.

Genau das macht Saltidin mit der Zecke.

Sie sucht nicht weiter. Sie wandert woanders hin.

Auf einen anderen Hund. Oder ein Reh. Oder den Wald.

Aber nicht auf deinen Hund.

Und genau das ist der entscheidende Unterschied:

Die Zecke landet nicht.

Sie beißt nicht.

Sie sitzt nicht auf dem Hund.

Auch nicht für eine halbe Stunde. Auch nicht für 30 Sekunden.

Sie kommt gar nicht erst hin.

Das ist die Mechanik, die ich vor zwei Wochen nicht verstanden hatte.

Das ist „Abwehren statt Abtöten“.

Wenn die Zecke nicht auf Bo sitzt …

… kann sie auch nicht auf Mira klettern.


Wirkstoff 2: Margosa-Extrakt — die Kraft des Niem-Baums aus Indien

In der Pipette stecken 15g/L Margosa-Extrakt.

Mehr als von jedem anderen Wirkstoff.

Margosa ist der Extrakt aus den Kernen des Niem-Baums.

Auch bekannt als Azadirachta indica.

In Indien ist dieser Baum seit über 5.000 Jahren bekannt.

Die Inder nennen ihn „Dorfapotheke.“

In der ayurvedischen Medizin wird er für alles verwendet — von Hautproblemen bis hin zur Abwehr von Parasiten bei Mensch und Tier.

Warum?

Weil im Niem-Öl ein Wirkstoff namens Azadirachtin steckt.

Der hat eine sehr interessante Eigenschaft.

Er stört bei Insekten und Zecken die Häutung.

Genauer: Er stört das Hormonsystem, das die Tiere zur Entwicklung brauchen.

Und — das ist die noch wichtigere Wirkung — Zecken vermeiden Niem-behandelte Oberflächen.

Sie kriechen weg.

Das ist seit Jahrzehnten in der Landwirtschaft bekannt.

Bauern in Indien sprühen Niem-Öl auf ihre Ernte — die Insekten verschwinden.

Ohne chemische Pestizide. Mit deutlich geringerem Resistenzrisiko.

Übersetzt für deinen Hund:

Ein Hund, dessen Fell mit Margosa-Öl benetzt ist, ist für Zecken … unangenehm.

Sie steigen schnell wieder ab.

Sie wandern nicht durchs Fell. Sie beißen nicht.

Und sie können sich auch nicht später vermehren — was den Befall in deinem Garten, in deinem Auto, in deinem Wohnzimmer langfristig verringert.


Wirkstoff 3: Zitroneneukalyptusöl mit PMD — der australische Notarzt

Auf dem Etikett steht die offizielle Bezeichnung: „Eucalyptus-citriodora-Öl, hydratisiert, cyclisiert.“

Klingt nach Labor. Ist aber Pflanze.

Es ist das ätherische Öl der australischen Zitronen-Eukalyptus-Bäume — in einem Prozess veredelt, der die natürlich vorkommende Wirkkomponente PMD (Para-Menthane-3,8-Diol) stark anreichert.

PMD ist nicht irgendein „natürliches Mittelchen". Es ist der einzige pflanzliche Wirkstoff, den die amerikanische CDC (Centers for Disease Control) für die Abwehr von Insekten und Zecken offiziell empfiehlt.

Auf einer Ebene mit Saltidin.

Auf einer Ebene mit DEET.

Das heißt: Wir reden hier nicht von Räucherstäbchen.

Wir reden von dem stärksten pflanzlichen Insektenrepellent, das die Wissenschaft kennt.

Was macht PMD?

Es überdeckt für die Zecke deinen Hund.

Sie kann ihn nicht mehr riechen.

Zecken finden ihre Wirte nämlich über CO₂ (Atem) und über Schweiß-Chemikalien.

PMD blockiert genau diese Geruchsrezeptoren.

Der Hund wird für die Zecke „unsichtbar.“

Und genau diese Kombination — Saltidin verwirrt die Riechrezeptoren, PMD überdeckt den Geruch, Niem stößt physisch ab — macht den Schutzschirm so dicht, dass die Zecke gar nicht erst zum Beißen kommt.


Wirkstoff 4: Geraniol — der Duft, den Zecken hassen

Geraniol ist der natürliche Hauptbestandteil von Geranienöl.

Diese Geranien auf dem Balkon — die mit dem leicht süßlichen, intensiven Duft.

Geraniol ist der Stoff, der diesen Duft ausmacht.

Und Zecken — wie Mücken auch — können diesen Duft nicht ausstehen.

Auf der Hundehaut wirkt Geraniol als zusätzliche Duftbarriere.

Die Zecke landet im Idealfall gar nicht.

Wenn sie doch landet — Geraniol macht den Fellbereich für sie ungenießbar.

Sie steigt schnell wieder ab.

Zusammen mit den drei anderen Wirkstoffen bildet Geraniol die vierte Schicht des Schutzschirms.


Und zwei stille Helfer in der Rezeptur

Neben den vier Hauptwirkstoffen stehen noch zwei pflanzliche Begleitöle in der Pipette — ohne große Schlagzeile, aber mit klarer Aufgabe:

Kokosöl — trägerische Basis, die dabei hilft, die Wirkstoffe sanft über die Talgschicht des Hundes zu verteilen. In der Tropenmedizin seit Jahrzehnten als hautfreundlicher Repellent-Träger im Einsatz.

Lorbeeröl — in der Volksmedizin seit Jahrhunderten als Insekten-Abschrecker bekannt. Verstärkt die Duftbarriere gegen Zecken und Mücken, ohne den Hund mit künstlichen Aromen zu belasten.

Zusammen ergibt das: vier Wirkstoffe in der Hauptrolle, zwei pflanzliche Begleiter im Hintergrund. Sechs Komponenten, ein Schutzschirm.


Was das für deinen Hund konkret bedeutet

Wenn du deinem Hund drei Tropfen ZecOFF auf den Nacken machst …

… passiert das hier:

Schritt 1:

Die Tropfen ziehen in die Talgschicht der Haut ein. Sie verteilen sich über den ganzen Körper — von Nacken bis Schwanzansatz — über die natürliche Hautölverteilung.

Schritt 2:

Sie dringen NICHT ins Blut ein. Sie bleiben auf der Hautoberfläche. Im Talg. Im Fell.

Schritt 3:

Eine Zecke, die in einer Wiese sitzt und auf deinen Hund wartet, bekommt seinen Geruch — aber nicht mehr richtig. Saltidin und PMD haben den Geruch verschleiert.

Schritt 4:

Selbst wenn sie hochkrabbelt — und das passiert manchmal noch — kommt sie mit Margosa-Öl und Geraniol in Kontakt. Das ist für sie ekelhaft. Sie steigt wieder ab.

Schritt 5:

Sie wandert weiter. Auf einen Grashalm. Auf einen anderen Hund. Auf ein Reh. Aber nicht auf deinen Hund.

Schritt 6:

Dein Hund hat nichts gemerkt. Du auch nicht. Es ist nichts passiert — und genau das ist der Punkt.

Im Gegensatz zur Tablette:

Dort hat die Zecke gebissen. Hat gesaugt. Ist gestorben.

Aber ist gestorben — auf dem Hund.

Und konnte vorher auf ein Kind klettern.

Mit ZecOFF kommt die Zecke gar nicht erst dahin, wo sie aktiv werden könnte.

Das ist das Prinzip, das Frau Dr. Kemper mir an dem Sonntag beschrieben hat.

Ohne den Namen ZecOFF zu nennen — das durfte sie nicht.

Aber sie hat das Prinzip beschrieben.

„Wenn Sie wirklich vor Zecken schützen wollen — nicht nur ihre Wirkung mildern wollen — müssen Sie sie fernhalten. Nicht hinterher töten.“

12 Wochen Bo — Tag für Tag, mit allen Zweifeln, mit allen Überraschungen


Das Paket kam an einem Dienstag.

DHL. Karton, hellgrün bedruckt.

Drei Pipetten drinnen.

Plus ein kleines, geheftetes Büchlein — ein Ratgeber zur Hundeernährung.

Und ein gefalteter Beipackzettel.

Ich habe ihn diesmal gelesen.

Diesmal sofort.

Diesmal jeden Satz.

Drei Tropfen auf den Nacken.

Da, wo der Hund nicht hinkommt mit der Zunge.

Bei größeren Hunden auch entlang des Rückens.

Nicht einmassieren.

Einziehen lassen — 2 bis 3 Stunden ohne Kuscheln, ohne Berührung der Stelle.

Anwendung alle 2 bis 4 Wochen.

Eine einfache Anwendung.

Keine Tablette, die der Hund spucken könnte.

Kein Halsband, das das Kind streichelt.

Kein Spray, das in die Augen kommt.

Drei Tropfen. Auf den Nacken. Fertig.

So begann das, was ich seitdem „die 90 Tage“ nenne.

Drei Tropfen ZecOFF auf den Nacken — mehr ist es nicht

Drei Tropfen auf den Nacken. Mehr ist es nicht.


Tag 1–7: Skepsis und der erste richtige Spaziergang

Ich habe die ersten Tage abgewartet.

Vorsichtig.

Bo schien sich nicht gestört zu fühlen.

Hatte keine Hautreaktion.

Hat sich nicht gekratzt.

An Tag 4 — einem Samstag — sind wir zum ersten Mal in den Wald.

Den Wald hinter unserer Wohnsiedlung.

Hohes Gras, Farn, Brombeerhecken.

Genau die Strecke, auf der Bo immer Zecken mitgebracht hatte.

Manchmal vier. Manchmal sechs. Manchmal nur eine — aber immer welche.

Mira hatte sich an dem Tag entschieden, mitzukommen.

Mit Gummistiefeln und langen Hosen.

Wir sind eine Stunde gegangen.

Bo ist links und rechts ins Gras gegangen.

Hat geschnüffelt. Hat Hasenwege verfolgt.

Zu Hause habe ich Bo durchgekämmt.

Mit dem feinen Kamm.

Stelle für Stelle.

Nacken, Hals, Ohren, Schultern, Bauch, Beine.

Wir haben …

keine einzige Zecke gefunden.

Nicht eine.

Ich habe gedacht: Zufall.

Vielleicht war heute kein Zeckentag.

Aber Mira hat strahlend zu mir aufgeschaut.

„Mama. Keine Zecken. Heißt das, dass es funktioniert?“

„Ich weiß noch nicht, Schatz. Ein Spaziergang ist kein Beweis.“

Aber innerlich habe ich angefangen zu hoffen.


Tag 8–21: Der Vergleich, der mich umgehauen hat

In der zweiten Woche habe ich beschlossen, einen kleinen Test zu machen.

Wir hatten regelmäßig Spielnachmittage mit Bruno.

Bruno — der Labrador von Sandra aus Miras Klasse.

Sandra gibt Bruno die monatlichen Tabletten.

Genau wie ich es drei Jahre lang getan hatte.

Wir trafen uns auf der großen Wiese am Ortsrand.

Den Kindern Picknick. Den Hunden Auslauf.

Zwei Stunden Wiese, Sonne, hohes Gras.

Zu Hause haben wir beide unsere Hunde gekämmt.

Ich habe Sandra angerufen — am Abend.

„Wie viele bei Bruno?“

„Drei. Drei richtige. Eine hatte schon angefangen zu saugen.“

„Bei Bo: null.“

Sandra war still.

Dann hat sie gefragt:

„Was machst du?“

Ich habe ihr von der Pipette erzählt.

Drei Wochen später hat Sandra mir geschrieben:

„Bestellt. Wenn das funktioniert, bekommst du eine Flasche Wein.“

Sie hat mir später eine Flasche Wein vorbeigebracht.

Bruno hatte seit der Umstellung keine einzige Zecke mehr gehabt.


Tag 22–45: Mira darf wieder mit Bo schlafen

Das war der emotionale Wendepunkt.

Mira hatte seit dem Vorfall mit der Zecke …

… Angst gehabt, mit Bo zu kuscheln.

Wirklich Angst.

Sie liebte Bo immer noch.

Aber sie hat sich beim Knuddeln immer wieder abgewendet.

Hat die Hände sofort gewaschen, wenn sie ihn gestreichelt hatte.

Hat ihn nicht mehr auf ihr Kissen gelassen.

Mir hat das das Herz gebrochen.

An Tag 28 — einem Donnerstagabend — hat sie nach dem Zähneputzen vor ihrem Zimmer gestanden.

Bo wie immer vor der Tür.

Sie hat sich hingehockt.

Hat ihn auf der Stirn gestreichelt.

Und gesagt:

„Bo. Du darfst rein. Aber nur auf den Teppich.“

Bo ist rein. Ist auf den Teppich gegangen. Hat sich hingelegt.

An Tag 45 lag Bo wieder auf Miras Bett.

Vor dem Einschlafen.

Mit ihrer Hand in seinem Fell.

Mira kuschelt wieder mit Bo

Ich habe an dem Abend in der Küche gestanden.

Habe das Licht im Kinderzimmer angeschaut.

Habe geweint.

Stille Tränen.

Nicht aus Trauer.

Aus Erleichterung.

Mein Kind hatte ihren Hund wieder.

Ihren Schatten. Ihren Wächter.

Und ich hatte den Hund wieder, den ich vor drei Jahren adoptiert hatte.

Den, der zu unserer Familie gehörte.

Ohne Asterisken. Ohne Distanz. Ohne Misstrauen.


Tag 46–90: Was die Tierärztin gesagt hat, als ich Bo zur Kontrolle gebracht habe

An Tag 88 hatte ich Folgetermin bei Frau Dr. Kemper.

Bos jährliche Routineuntersuchung.

Sie hat Bo untersucht. Gewogen. Abgehört. Blut abgenommen.

Drei Tage später hat sie mich angerufen.

„Frau Wolff. Bos Blutwerte sind gut. Sehr gut sogar. Die leicht erhöhten Leberwerte von letztem Frühjahr — die sind weg. Normaler Bereich.“

Ich habe geatmet. Lange.

„Was haben Sie gemacht?“, hat sie gefragt.

„Ich habe das Spot-on gewechselt. Pflanzenbasiert. Saltidin und Niem.“

Sie hat einen Moment geschwiegen.

„Das ist klug, Frau Wolff. Wenn der Hund nicht systemisch belastet wird, hat seine Leber Zeit, sich zu erholen. Halten Sie das fest. Ich kann es Ihnen nicht direkt empfehlen — Berufsethik. Aber Sie haben das gut gemacht.“

Ich habe aufgelegt.

Habe meinem Mann eine Nachricht geschickt.

„Bos Leberwerte sind normal.“

Er hat sofort zurückgeschrieben.

„Das sind die besten Nachrichten der Woche.“

In den Wochen danach habe ich angefangen, anderen Müttern in unserer Schule davon zu erzählen.

Vier von ihnen sind gewechselt.

Bei drei davon sind die Hunde zeckenfrei.

Bei einer — einer Familie mit einem Wasserratte-Hund, der zweimal pro Woche im See badet — hat es länger gedauert. Sie musste alle zwei Wochen auftragen, statt alle vier. Aber dann hat es auch dort funktioniert.

Heute, zehn Monate später, kann ich euch sagen:

Bo läuft durch die gleichen Wälder.

Die gleichen Wiesen.

Die gleichen Wege.

Aber er bringt keine Zecken mehr mit nach Hause.

Und Mira schläft wieder mit ihm auf dem Teppich neben dem Bett.

Und mein Sohn hat seine Hände in Bos Hals.

Und wir alle …

… sind wieder eine Familie mit einem Hund.

Nicht: eine Familie und ein Hund, der ein chemisches Problem ist.

Was andere Hundebesitzer berichten


Ich habe Carolin im Sommer gefragt, ob ich anderen Müttern aus der Schule sagen darf, was wir gemacht haben.

Sie hat gelacht.

„Kathrin. Ich rede mit allen Hundebesitzern in meinem Umkreis darüber. Mein Mann sagt, ich bin schlimmer als jeder Verkäufer. Aber wenn ich sehe, was ich gesehen habe — was du gesehen hast — kann ich nicht still sein.“

Inzwischen kenne ich Frauen, die genau das Gleiche erlebt haben.

Frauen wie ich. Mütter. Großmütter. Junge Paare ohne Kinder mit Hund.

Hier sind ein paar von ihren Geschichten.

Heike, 53

Heike, 53

Mischling Stella · 5 Monate Anwendung

Ich war skeptisch, weil wir viel in der Natur unterwegs sind. Besonders im Frühling und Sommer hatten wir immer Zeckenprobleme. Aber seit wir ZecOFF nutzen, hatte Stella keine einzige Zecke mehr — und ich auch nicht. Selbst nach langen Wanderungen durch hohe Wiesen ist ihr Fell sauber geblieben. Mein Mann sagt: ‚Du hattest doch früher immer Panik nach einer Wanderung.' Jetzt habe ich keine mehr.

Annabel, 38

Annabel, 38

Spaniel Otto · 3 Monate Anwendung

Unser Otto hasst Sprays. Er hasst Tabletten. Er hatte vor zwei Jahren eine ganz schlechte Reaktion auf eine Spot-on-Lösung — Hautausschlag, gekratzt, blutige Stellen. Wir haben Angst vor Spot-ons gehabt seitdem. Mit ZecOFF haben wir einen sehr vorsichtigen Versuch gemacht. Ein kleiner Tropfen, zwei Tage warten. Keine Reaktion. Dann die volle Dosis. Auch keine Reaktion. Otto verträgt es perfekt. Und keine einzige Zecke seitdem.

Sonja, 47

Sonja, 47

Mischling und Border Collie · 4 Monate Anwendung

Von Halsbändern bis zu Ölmischungen — nichts hat wirklich geholfen. Bis wir ZecOFF probiert haben. Wir haben sogar eine kleine Langzeitstudie gemacht: Unsere zwei Hunde haben ZecOFF bekommen, der Hund meiner Freundin ein anderes Produkt. Unsere beiden waren zeckenfrei, ihr Hund hatte ständig Zecken. Das sagt eigentlich alles.

Christel, 61

Christel, 61

Yorkshire Terrier Frieda · 4 Monate Anwendung

Ich war immer skeptisch gegenüber chemischen Zeckenmitteln, weil Frieda empfindlich darauf reagiert. Jedes Jahr das gleiche Problem: Hautrötungen, Juckreiz und Unwohlsein nach der Anwendung. ZecOFF ist die perfekte Alternative für sensible Hunde. Keine Nebenwirkungen, keine Reizungen — und das Beste: keine Zecken mehr. Frieda ist viel entspannter, weil sie sich nicht mehr ständig kratzen muss.

July, 33

July, 33

Labrador-Welpe (6 Monate) · 2 Monate Anwendung

Mit kleinen Kindern zu Hause wollte ich keine chemischen Mittel. Ich war erst skeptisch, ob ein pflanzliches Mittel reicht — vor allem für einen jungen Hund, der ständig im Garten ist. Aber ZecOFF ist absolut unbedenklich für die Kinder, sobald es eingezogen ist. Das beruhigt mich sehr. Und wir hatten bisher keine einzige Zecke.


Jede dieser Geschichten ist anders.

Aber alle haben dieses gemeinsame Element:

Eine Frau, die alles versucht hat.

Die vor einem Berg von chemischen oder esoterischen oder einfach nutzlosen Lösungen stand.

Und die in 8 bis 12 Wochen einen Hund wiedergefunden hat, der ein Hund sein darf.

Und Kinder, die wieder kuscheln dürfen.

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Das reicht — je nach Hundegröße — für die gesamte Zeckensaison.

Bei einem mittelgroßen Hund wie Bo (15 kg) deckt eine Flasche bequem den ganzen Sommer ab.

Bei kleinen Hunden länger, bei größeren etwas kürzer.

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  2. Du hast 6 bis 12 Monate Versorgung — das deckt die ganze Zeckensaison ab.
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Wenn du innerhalb von 30 Tagen merkst, dass dein Hund das Spot-on nicht verträgt, oder du keine Verbesserung beim Zeckenbefall siehst — schreibst du eine Mail. Du bekommst dein Geld zurück. Auch wenn die Pipette schon geöffnet ist. Ohne Diskussion, ohne Nachfragen, ohne Formulare.

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Warum die monatliche Tablette nicht die Lösung ist

Vielleicht denkst du:

„Ach, eine monatliche Tablette, das ist doch keine große Sache. Macht ja jeder.“

Ist es doch. Aus drei Gründen.

Erstens:

Die monatliche Tablette tötet die Zecke nach dem Biss. Sie verhindert nicht, dass die Zecke auf deinem Hund landet. Sie verhindert nicht, dass die Zecke auf deinen Kindern landet, während sie noch auf dem Hund sitzt. Sie ist ein chemischer Notfallschalter. Aber kein Schutzschirm.

Zweitens:

Die Tablette wird systemisch verarbeitet. Das heißt: dein Hund hat einen permanent erhöhten Wirkstoff im Blut. Über Monate. Über Jahre. Was das mit Leber, Nieren und Hormonsystem macht, ist Gegenstand laufender Diskussionen unter Tierärzten — aber die Tendenz ist klar: weniger systemische Belastung ist besser als mehr.

Drittens:

Eine Tablette repariert, aber sie verhindert nicht. Sie ist die teure Reaktionsstrategie. Das Spot-on hingegen geht an die Wurzel: Die Zecke kommt erst gar nicht. Es ist nicht eine Korrektur. Es ist eine Prävention.


Häufige Fragen — die echten Antworten

Funktioniert das auch bei kleinen Hunden? Bei großen?

Bei beiden — ab 2 kg Körpergewicht. Die Dosis: 1 Tropfen pro 2 kg. Ein Yorkshire bekommt 2–3 Tropfen, ein Schäferhund 15–20. Die Anleitung liegt der Pipette bei. Wichtig: Auftragen, wo der Hund mit der Zunge nicht hinkommt — Nacken, bei größeren Hunden auch Rücken und Schwanzansatz.

Funktioniert es auch bei Welpen?

Ab der 12. Lebenswoche und über 2 kg Körpergewicht. Da ZecOFF auf der Haut bleibt und nicht ins Blut geht, ist es deutlich verträglicher als systemische Mittel — auch für junge Hunde.

Was, wenn der Hund nach dem Spaziergang im Wasser badet?

Nach starkem Wasserkontakt einfach nachtropfen. Bei normalen Regen oder kurzem Wasserkontakt bleibt der Schutz erhalten. Bei Wasserratten empfehle ich, alle 2 statt 4 Wochen aufzutragen.

Schadet das den Kindern, wenn sie den Hund streicheln?

Nach 2 bis 3 Stunden Antrocknen ist ZecOFF eingezogen, das Fell ist trocken, und das Kuscheln ist absolut unproblematisch. In den ersten 2 Stunden die behandelte Stelle freilassen.

Wirkt das auch gegen Mücken und Sandmücken?

Ja. Saltidin, PMD und Niem haben alle nachgewiesene Wirkung gegen Mücken — auch gegen Sandmücken, die Leishmaniose übertragen können.

Gibt es Nebenwirkungen?

Bei normaler Anwendung keine bekannten. Wichtig: Nicht in die Augen, nicht auf offene Hautstellen. Bei Hunden mit bekannter Empfindlichkeit gegenüber ätherischen Ölen vorher mit einem winzigen Tropfen testen. Niemals bei Katzen anwenden.

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Bevor du jetzt klickst — eine Sache, die ich dir sagen will


Du hast bis hierher gelesen.

Das machen die wenigsten.

Die meisten klicken weiter.

Aber du hast bis hier gelesen.

Das heißt, du kennst das Problem.

Vielleicht hast du es schon gesehen — ein paar Zecken nach jedem Spaziergang.

Vielleicht hat dein Kind schon mal eine an sich gehabt.

Vielleicht denkst du seit dem letzten Vet-Termin: „Was mache ich da eigentlich meinem Hund an?“

Vielleicht stehst du genau da, wo ich vor 10 Monaten stand.

Mit einer Pipette in der Hand.

Mit einem Beipackzettel, den ich nicht lesen wollte.

Mit einem Kind, das eine Zecke am Hals hatte.

Lass mich dir zeigen, was passiert, wenn du jetzt diese Seite schließt und nichts änderst.


In 30 Tagen

Du gibst deinem Hund weiterhin die monatliche Tablette. Oder das chemische Spot-on. Oder das Halsband.

Dein Hund hat weiter Zecken. Sie sterben — eventuell, irgendwann, nach dem Beißen.

Aber sie sind auf dem Hund. In deinem Wohnzimmer. Auf deinem Sofa.

Und manchmal — auf einem Kind.

In 6 Monaten

Eine ganze Zeckensaison vorbei.

Bei einer Schätzung — vier Zecken pro Monat im Mai bis September — sind das mindestens 20 Zecken-Begegnungen mit deinem Hund.

20 Mal, dass sich vielleicht eine auf ein Familienmitglied verirrt.

20 Mal Borreliose-Risiko.

20 Mal FSME-Risiko.

Und parallel: 6 Monate weitere systemische Belastung deines Hundes.

Seine Leber arbeitet. Seine Nieren filtern. Etwas verarbeitet das Mittel.

Du siehst nichts. Bis du etwas siehst.

In 12 Monaten

Die erste Routine-Blutuntersuchung mit erhöhten Werten.

Dein Tierarzt sagt: „Kann viele Ursachen haben. Wir beobachten das.“

Du beobachtest. Hoffst.

Und gibst weiter die Tablette.

Weil du nicht weißt, dass es einen anderen Weg gibt.


Oder — in 90 Tagen

Du bestellst heute eine Pipette.

Oder besser, gleich drei.

Sie kommt in zwei Tagen an.

Du tropfst deinem Hund drei Tropfen auf den Nacken.

Wartest 2 bis 3 Stunden.

Gehst dann mit ihm raus.

Nach dem ersten Spaziergang kämmst du ihn ab.

Findest keine Zecke.

Nach dem zehnten kämmst du ihn ab.

Findest keine Zecke.

Nach einem Monat hast du das Gefühl: Hat sich was geändert.

Nach drei Monaten hast du es bestätigt.

Du sparst die Tabletten.

Du sparst die chemische Belastung.

Du sparst die ständige Sorge um deine Kinder.

Stattdessen bekommst du:

  • Den Hund zurück, der vor jeder Hundebegegnung freundlich war.
  • Die Familie zurück, die ohne Asterisk kuscheln darf.
  • Die Zeckensaison zurück, die nicht jede Wanderung in einen Inspektionseinsatz verwandelt.
Bo — glücklich im Wald, ohne Zecken

Bo. Sieben Jahre. Wieder Wald. Wieder Familie. Wieder Hund.


Stell dir folgendes vor.

Es ist 12 Wochen später.

Du sitzt am Sonntagnachmittag im Garten.

Mit einem Buch in der Hand.

Die Kinder spielen mit dem Hund im hohen Gras.

Dein Hund rennt durchs Heu.

Schwanz wedelnd. Hechelnd. Glücklich.

Eine Stunde später kommen sie alle rein.

Müde, lachend, durstig.

Du kontrollierst das Fell.

Wie immer. Aus alter Gewohnheit.

Aber du findest nichts.

Du kontrollierst die Hälse der Kinder.

Du findest nichts.

Und in diesem Moment ist die ganze Anstrengung vorbei.

Das schlechte Gewissen wegen der Tabletten.

Die Angst vor dem nächsten Spaziergang.

Das Gefühl, dass etwas in deiner Routine nicht stimmt.

Alles weg.

Mit drei Tropfen.

Auf einem Sonntagnachmittag.

Im Mai.

Das, was du dir wünschst — das ist die Möglichkeit, die du jetzt vor dir hast.

Es kostet weniger als ein Restaurantbesuch.

Es dauert 90 Tage Schutz.

Es kommt in einer kleinen Pipette.

Drei Tropfen auf den Nacken.

Mehr ist es nicht.

Aber es kann alles verändern.

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P.S.

Ich habe dir oben gesagt, dass dein Hund nicht morgen krank wird, wenn du nichts machst.

Das ist wahr.

Aber weißt du, was wahr ist?

In genau diesem Moment, während du diese Seite liest, ist Zeckensaison.

Und draußen — in dem Wald, in den du diese Woche mit deinem Hund gehst — sitzen tausende Zecken im Gras.

Sie warten.

Sie wissen nicht, ob dein Hund die Tablette hat.

Sie wissen nicht, ob er ein Halsband trägt.

Sie wissen nur: ein warmer Atem, ein CO₂-Gradient, Hautgeruch — sie springen.

Wenn das Mittel chemisch und systemisch ist, sterben sie nach dem Biss.

Wenn das Mittel pflanzenbasiert und repellierend ist, kommen sie gar nicht hin.

Du hast die Entscheidung.

Heute.

Bevor der nächste Spaziergang ist.

Bevor die nächste Wanderung ist.

Bevor das nächste Mal Mira oder Jonas — oder dein Kind — mit dem Hund im Gras spielt.


P.P.S.

Eines noch.

FAVLY ist ein deutsches Familienunternehmen aus Herzogenrath bei Aachen.

Keine große Marketingmaschine.

Keine TV-Spots.

Ein junges Familienunternehmen, entstanden aus dem eigenen Problem mit dem eigenen Hund — entwickelt mit führenden Tierärzten und Ernährungsexperten.

Das heißt auch:

Die Produktion ist begrenzt.

Die Pipetten werden in kleinen Chargen hergestellt.

Lieferzeiten können schwanken.

Aktuell — während du diese Seite liest — ist Vorrat verfügbar.

Aber ich kann dir nicht versprechen, dass das in einer Woche noch so ist.

Wenn die nächste Charge ausverkauft ist, wartest du 4 bis 6 Wochen auf Nachschub.

Für deinen Hund sind das 4 bis 6 Wochen mehr Tabletten.

4 bis 6 Wochen mehr systemische Belastung.

4 bis 6 Wochen mehr Zecken auf dem Sofa.

Bestelle heute, wenn du dich entschieden hast.

Nicht morgen. Nicht nächste Woche. Heute.

Dein Hund wird es dir danken — mit einem Spaziergang, der wieder ein Spaziergang ist.

Und nicht eine Sicherheitskontrolle.

Mit Liebe,

Kathrin & Bo

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Hinweis zu fiktiven Inhalten und Haftungsausschluss: Die Inhalte auf dieser Website – inklusive Erzählungen, Erfahrungsberichten und Personenbeschreibungen – dienen ausschließlich zur Veranschaulichung und allgemeinen Information. Einige Geschichten und Aussagen über die Wirkung von Produkten, insbesondere im Zusammenhang mit FAVLY Petfood, sind fiktiv gestaltet und sollen mögliche Anwendungsgebiete sowie denkbare Vorteile des Produkts beispielhaft darstellen. Sie sind nicht als wissenschaftlich belegte Fakten oder reale Erfahrungsberichte zu verstehen. Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Personen, Ereignissen oder Ergebnissen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt. Die Wirkung der Produkte kann von Hund zu Hund unterschiedlich ausfallen und hängt von verschiedenen Faktoren ab. FAVLY Petfood macht daher keine Garantie auf bestimmte Resultate und empfiehlt bei gesundheitlichen Problemen stets den Rat eines Tierarztes einzuholen.

BAUA-Registrierungsnummer: N-117043. Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.